Leistungsgewicht?

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Für manche Momente auf der Autobahn braucht man einfach eine Dashcam. Hab’ lange nicht mehr so gelacht wie heute, als ich auf der A95 von Garmisch nach München unterwegs war. Kurz vor Starnberg schloss ich zu einer älteren Corvette C6 auf, ich nach wie vor vom kleinen Mini Cooper S Cabrio begeistert fing an etwas dichter aufzufahren. Man hat schon gemerkt, dass er eigentlich los wollte, ging aber nicht, weil vor uns ein SUV mit 160 rumgeschlichen ist – Randanmerkung: Vergangenes Jahr habe ich im Aufbaukurs gelernt, dass eine einfache Lichthupe keine Nötigung ist, sondern Außerorts als Ankündigung für ein Überholmanöver genutzt werden darf.

Wollte ich erst nicht glauben, habs deshalb im Bußgeldkatalog und der StVo nachgeschlagen und ja, außerorts darf man links blinken und Lichthupe nutzen, um die Überholabsicht anzukündigen.

Wie dem auch sei, der Corvette-Fahrer wollte das wohl nicht tun oder wusste einfach, dass wir gleich in eine Baustelle fahren. 120-100-80-60… 2km schön gemütlich, ich weiter hinter der Corvette (Sound war super, hat aber gestunken) – SUV weg, Baustellenende – keine Geschwindigkeitsbegrenzung, ich schon langsam das Gaspedal gestreichelt – Start – 70-90-140-180-200-220-240 – mein Grinsen wurde immer größer, weil ich so gern das Gesicht meines Vordermanns oder der anderen Verkehrsteilnehmer gesehen hätte – ein Mini der ‘ne Fucking Corvette jagt – was für ein geiles Gefühl.

Vier Auspuffe die meinem Mini den Dreck entgegen geschleudert haben, der Geruch von Ruß und Benzin in der Luft und ein breites Grinsen auf meinen Lippen.

Natürlich war die Corvette etwas schneller, dennoch bin ich gut dran geblieben. Leider kam meine Ausfahrt, sodass ich mich mit einer schnellen Lichthupe verabschiedet habe und mein Vordermann die Verabschiedung durch ein Winken in den Rückspiegel erwiderte.

Passend zum Thema:  Hallo

Schade, dass ich zu dem Zeitpunkt allein im Auto war, andernfalls hätte ich meinen Beifahrer aufgefordert das Handy zu zücken, weil ich wusste wie es laufen wird.

Über den Autor

Eric

Mitte, Anfang 30 oder sowas, glaube an das Gute im Menschen, muss mich aber immer wieder mit der daraus folgenden Enttäuschung auseinandersetzen.

meska.me ist meine persönliche Blog-Mischmasch-Alles-Seite auf der ich hin und wieder Gedanken und Eindrücke rund um Themen die mich eben derzeit beschäftigen veröffentliche.

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