Das Schweigen brechen

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Der ewige erste Freund

“Die ewige erste Freundin” hat es meine inzwischen beste Freundin genannt, oder eben “Der ewige erste Freund” in meinem Fall.

Nach dem Entschluss allein zu bleiben, bin ich irgendwann darauf gekommen, dass es meine Bestimmung in dieser Welt ist, meine Partnerinnen auf ihre nächste Beziehung vorzubereiten.

Meine tatsächlich erste Freundin, hat mir mal gesagt, dass sie immer wusste, dass ich nicht der Mann fürs Leben bin. Aber hey, wie oft passiert das denn in der realen Welt? Von daher war das nicht weiter tragisch und irgendwo wusste ich es ja auch.

Hm. Vielleicht war es bislang wirklich meine Aufgabe selbst auf der Stecke zu bleiben, damit andere glücklich werden können… meine Beste ist von sich der gleichen Meinung, sie nannte es “die ewige erste Freundin” – es geht dabei jedoch nicht, um die erste Freundin, den ersten Freund im wörtlichen Sinn, sondern eben im Bezug auf “erwachsene” Beziehung, wir “führen”, “formen” und “leiten” bis wir schlussendlich wieder allein sind. Die anderen heiraten, kriegen Kinder, sind scheinbar glücklich und wir bleiben auf der Stecke. Alles was man sich erhofft, oder versucht hat zu erreichen funktioniert auf einmal in der nächsten Beziehung?! Und dann raffen sie nicht einmal woher der Input kam… “Jeder Mensch ändert jeden Menschen jeden Tag.” und “Menschen ändern sich nicht.” meine zwei Lieblingssprüche, scheinbar widersprüchlich, doch, wenn man drüber nachdenkt ergibt es schon Sinn.

Ich hatte jetzt tatsächlich die Gelegenheit direkt etwas Neues anzufangen, wollte ich nicht, weil das Alte erst einmal verarbeitet werden muss und weil so viele Faktoren dagegen und nur einer dafür gesprochen hat. Ich mein Sex okay… hätte ich haben können, wollte ich nicht und alles was ich am Anfang, als wir uns kennengelernt haben, so süß fand’ hat mich irgendwann nur noch genervt (übrigens auch ein Grund für meine Auszeit). Sie hat offensichtlich alles daran gelegt, dass sie mir gefällt, wollte es mir in jedem Punkt recht machen, hat mir gesagt wie wichtig ich ihr bin und all das hat schlussendlich nur zum Gegenteil geführt, sodass ich den Kontakt irgendwann abgebrochen habe.

Passend zum Thema:  Stehengeblieben

Es hat nicht auf Gegenseitigkeit beruht und lieber schmerzt es am Anfang etwas, als später dann noch mehr. Darüber hinaus brauche ich niemanden, der es mir immer recht machen will, zu allem “Ja” und “Amen” sagt. Ich brauche jemanden, die mir Contra geben kann, deren Charakter schon geformt ist, die weis was sie möchte und was sie vom Leben zu erwarten hat. Hatte ich tatsächlich schon einmal, habe ich weggeschossen, weil ich damals nicht wusste was ich wollte.

Verdammt scheiße.

Wie dem auch sei, bei “Ja-und-Amen” habe ich Größe gezeigt, offen und ehrlich alles erklärt, weil ich sie nicht verarschen wollte. Ich wurde selbst so oft verarscht, gefriendzoned, ausgenutzt… ich weiß wie es ist und das möchte ich niemand anderem antun.

Irgendwann kommt sie darüber hinweg, höchstwahrscheinlich wesentlich schneller, als erst in ein paar Jahren, wenn ich den Kontakt beibehalten hätte. Und auch, wenn es mir im Moment etwas leid tut, so weiß ich, dass es die richtige Entscheidung war.

Richtige Entscheidung.. hm. Zugegeben, ich traf viele falsche Entscheidungen in meinem Leben und vor allem in dem vergangenen Jahr, allerdings auch ein paar gute, die beste folgt auf Seite 5.

Über den Autor

Eric

Mitte, Anfang 30 oder sowas, glaube an das Gute im Menschen, muss mich aber immer wieder mit der daraus folgenden Enttäuschung auseinandersetzen.

meska.me ist meine persönliche Blog-Mischmasch-Alles-Seite auf der ich hin und wieder Gedanken und Eindrücke rund um Themen die mich eben derzeit beschäftigen veröffentliche.

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