Das Schweigen brechen

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4.000 Kilometer

Nachdem ich meinen Jahresurlaub hinter mir hatte, entschloss ich mich meine Eindrücke niederzuschreiben, fing an ein Buch mit dem Titel “4.000 Kilometer” zu schreiben, verwarf es wieder, schrieb es neu. Inzwischen liegt es auf meiner Festplatte, mehr oder weniger fertig, doch ich bin nicht zufrieden. Eigentlich wollte ich es kommenden Monat als eBook veröffentlichen, im Moment bin ich mir da aber nicht mehr so sicher. Ich mein in den 4.000km allein auf der Autobahn hatte ich so viel Zeit nachzudenken, über mich, die Vergangenheit und Zukunft – Wahnsinnig viele Eindrücke und das was ich hier in diesem Blogbeitrag schreibe ist nur ein Bruchteil dessen, was in meinem Büchlein steht.

Ich fand zu mir selbst, lernte klar zu definieren was ich möchte und es laut auszusprechen, führte Selbstgespräche, lachte und weinte. Die letzte Beziehung ist bei weitem noch nicht verarbeitet, wobei ich es inzwischen gar nicht mehr Beziehung nennen möchte, denn mir ist auch klar geworden was ich von einer Beziehung / einer Partnerschaft erwarte. Tatsächlich wusste ich das schon immer, durfte mir schon mehrmals anhören, dass ich eine ganz vernünftige Einstellung hätte, das ich ein guter Kerl bin und wieso ich immer an solche Fotzen gerate?!

Ziemlich direkt nach der Trennung, kam eine von den älteren Kolleginnen auf mich zu, nahm mich plötzlich in den Arm und drückte sich an mich, schaute mir in die Augen und sagte: “Du großer, armer Teddybär…” – Ich war verblüfft, denn immerhin hatte ich nie etwas verlauten lassen. Scheinbar sieht man mir wirklich an, was in mir vorgeht.

Passend zum Thema:  Scheißtage

Wochen später unterhielt ich mich mit einer anderen Kollegin, sie schüttelte nur den Kopf, wollte wissen wieso mir sowas immer passiert und, dass ich aufhören soll, die Fehler bei mir zu suchen. Aber ganz ehrlich, ich muss doch ein Idiot sein, dass mir immer wieder das gleiche passiert, wie soll ich mich denn weiterentwickeln, wenn ich die Fehler nicht bei mir suche?

Klar ist es leichter mit dem Finger auf andere zu zeigen, auch wenn dabei immer drei Finger auf einen selbst zeigen, doch so bin ich eben nicht. Ich zeige auf mich und merke dabei gar nicht, dass die drei anderen von mir weg zeigen.

Eine Sache habe ich jedoch inzwischen verstanden und ich bin echt froh drum. Mehr dazu auf Seite 8.

Über den Autor

Eric

Mitte, Anfang 30 oder sowas, glaube an das Gute im Menschen, muss mich aber immer wieder mit der daraus folgenden Enttäuschung auseinandersetzen.

meska.me ist meine persönliche Blog-Mischmasch-Alles-Seite auf der ich hin und wieder Gedanken und Eindrücke rund um Themen die mich eben derzeit beschäftigen veröffentliche.

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