A16: Noch nicht zufrieden

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Inzwischen ist es schon Donnerstag, konnte deutlich weniger schreiben, als ich eigentlich vor hatte, aber rückwirkend lässt sich daran jetzt auch nichts mehr ändern.

Momentan sitze ich in der Bahn auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft und freue mich schon tierisch auf das fettige Mittagessen. Inzwischen machen wir schon unsere Späßchen darüber… ganz nach dem Motto: „Was wird es wohl heute geben?!“ – Patatas, Pizza, Fisch, Reis… alles mehr kalt als warm, und langsam zeichnet sich ein Muster ab.

Hm. Ich bin mir unschlüssig, ob ich das Essen nicht vertrage oder es ganz allgemein an der Gesamtsituation liegt, dass es mir quasi ununterbrochen im Magen rum geht… wahrscheinlich ein wenig von beidem.

Nachdem ich gestern Nachmittag bezüglich meiner Praktikumsstelle ziemlich angepisst war, musste ich mich vorerst etwas zurückziehen und alles nochmal auf mich wirken lassen. Zwar hatte ich ausreichend Wut im Bauch, um einen ellenlangen Text zu schreiben indem ich mich hauptsächlich darüber beschwert hätte wie scheisse doch alles ist, doch ich entschied mich dagegen und stattdessen dafür das Gespräch mit der hiesigen Betreuung zu suchen.

Geschlagene zwei Stunden versuchte ich mich zu rechtfertigen und zu erklären was mich stört und wieso… denn das letzte was ich will und/oder wollte, ist dass man denkt, dass ich einfach nur keinen Bock hab.

Was und ob das ganze etwas gebracht hat, werde ich jedoch erst im Laufe des heutigen nachmittags erfahren.

– 11 Stunden später –

Von Donnerstag ist nun nicht mehr die Rede, da es inzwischen Freitag geworden ist. Ich sitze wieder draußen vor unserer Unterkunft, das Licht der Straßenlaternen spiegelt sich in den Pfützen, die der Regen hinterlassen hat wieder. Es ist relativ mild geworden, sodass ich das erste Mal eine Jacke brauche, dennoch ist es angenehm und absolut kein Vergleich zu den Temperaturen in Deutschland im Moment. Wie dem auch sein, da ich von den Ereignissen der letzten Tage geplättet war entschloss ich mich heute Nachmittag wieder ein Schläfchen zu machen, ging gegen halb 10 zum Abendessen und hatte anschließend ein weiteres Gespräch bezüglich meines Praktikums.

Passend zum Thema:  A16: Ein wenig aufgeregt

Meine Meinung hat sich natürlich über Nacht nicht geändert, konnte allerdings nochmals zwei, drei Dinge veranschaulichen die gestern vielleicht etwas untergegangen sind. Einen wirklichen Fortschritt gab es jedoch nicht, dafür haben wir uns aber darauf geeinigt, dass ich mir zumindest mal den ersten Tag anschauen werde um anschließend ein weiteres Gespräch zu führen und dann zu sehen, ob ich recht behalten werde.

Ich mein klar werde ich recht behalten, keiner versteht mich besser als ich mich selbst und mein Bauchgefühl hat sich bisher auch nie getäuscht…

… in der Vergangenheit war es meistens sogar so, dass ich dieses Gefühl vernachlässigt und mich dann darüber ärgern musste, dass ich die Scheisse, was auch immer es war, nicht gleich von Anfang an abgewendet habe.

Nun gut, ich denke beruflich werde ich hier auch nicht weiter voran kommen, allerdings konnte und werde ich mich, was meine Sozialkompetenz angeht, weiterentwickeln…

Übrigens konnten wir gerade nicht auf unser Zimmer, weil der Chipkartenleser der Tür eine Macke hat… das ist allerdings eine andere Geschichte… die heb ich mir dann für später auf.

Gute Nacht.


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Über den Autor

Eric

Mitte, Anfang 30 oder sowas, Energyjunkie und leidenschaftlicher Gamer. meska.me ist meine persönliche Blog-Mischmasch-Alles-Seite auf der ich hin und wieder Gedanken und Eindrücke rund um Themen die mich eben derzeit beschäftigen veröffentliche.

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