Days of DayZ: Eric trifft Eric und so

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Es ist inzwischen schon einige Zeit her, als ich das letzte Mal DayZ gespielt habe, doch Anfang der Woche hat es mich wieder in den Fingern gejuckt und ich wollte mal schauen was sich inzwischen so geändert hat.

Das Spiel ist nach wie vor Early Access, entsprechend verbuggt und meiner Meinung nach recht langweilig… sofern man nur alleine spielt, jedoch konnte ich den Richter dazu bewegen mit mir durch die unendlichen Weiten von DayZ zu ziehen und was uns dort passiert ist oder noch passieren wird werde ich in einer Art Tagebuch festhalten.

Days of DayZ

Frisch gespawnt und leicht bekleidet fand ich mich an einer Küste wieder, weit und breit weder Zombies noch andere Spieler. Öde. Es hat eine Weile gedauert bis wir uns über den Weg gelaufen sind und endlich zusammen losziehen konnten.

Wenig später hatten wir unsere erste Grundausrüstung, Schaufeln, Gewehre – keine Munition. Dass wir keine Munition hatten spielte keine Rolle, denn immerhin waren wir zu zweit. Wir konnten schnell feststellen, dass die Gruppenstärke (sprich die Spieleranzahl oder der „Einschüchterungsfaktor“) von entscheidenden Vorteil ist. Während das Aufeinandertreffen zweier Spieler durchaus ziemlich glimpflich ausgehen kann, sieht das bei 2 gegen 1 schon ganz anders aus.

Wir sind also durch kleine Dörfer und Städte gezogen, nahmen was wir kriegen konnten und wurden zwischenzeitlich von einem einzelnen Spieler zu Tode erschreckt. Gott sei Dank hat der Richter schnell reagiert: „HÄNDE HOCH!“

Wir waren zu zweit gegen einen – er konnte nicht wissen, dass unsere Waffen nicht geladen waren… und wenn es so gewesen wäre, hätte er es wohl besser nicht drauf angelegt. Er ging auf die Knie und nahm, wie aufgefordert, die Hände hoch bzw. hinter den Kopf. Zwar hat er uns wohl verstanden, doch er hat nichts gesagt. Offensichtlich hat er seine Situation einfach so hingenommen und konnte sich denken was gleich passieren wird, obwohl wir zunächst selbst nicht wussten was wir mit ihm anstellen sollen.

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Ich schloss die Tür hinter uns und hielt ihm den Lauf meiner Waffe ins Gesicht. Der Richter zog die Schaufel und waltete seines Amtes. Es hallten dumpfe Schläge durch den kleinen Raum und wenig später war es vorbei. Unser Opfer fiel zu Boden, einen kurzen Augenblick lang bedauerte ich was wir taten, doch auf der anderen Seite ging es uns selbst oft so.

Mit frischen Lebensmitteln und einiger Munition zogen wir weiter. Wenig später sind wir an einem der Flugplätze angekommen, an dem ich selbst schon einige Male in Gefangenschaft geraten bin oder eben direkt getötet wurde. Dummerweise durfte der Richter die Auswirkungen von Bugs am eigenen Leib spüren und fiel vom Tower des Flugplatzes ohne sich selbst bewegt zu haben. Ich denk ja, dass er einfach zu doof zum Laufen war… doch das ist wieder eine andere Geschichte.

Spielpause.

Marco bzw. Der Richter hatte erstmal keine Lust mehr, was auch verständlich war nachdem er auf so unschöne Art und Weiße ums Leben gekommen ist. Ich entschloss mich also alleine weiter zu spielen und hielt mich nach wie vor am Flugplatz auf. Ich durchstöbert die Gebäude nach Ausrüstung, hörte plötzlich eine Stimme: „Ich bin nicht auf Stress aus…“ oder so ähnlich, ich dachte mir „okay, der Typ klingt recht angenehm und nicht so nervig wie der Rest, der mir bisher über den Weg gelaufen ist.“ Ich erkundigte mich, ob er hier noch andere Spieler gesehen hat und scheinbar hielt sich ein weiterer Spieler direkt über uns auf. Ich zögerte kurz, lief dann vorsichtig die Treppen rauf und schoss. Bam bam – Volltreffer – Tod. Spieler besiegt – Luft war vorerst rein. Ich und der Zweite waren gerade damit beschäftigt unsere Kontaktdaten auszutauschen, bzw. uns gegenseitig bei Steam zu adden, als Schüsse in der Wand vor uns einschlugen.

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„Scheiße runter!“ – erstmal in Deckung. Anhand der Schussgeräusche konnte man ziemlich gut feststellen, dass es sich um einem Mosin-Schützen handelte welcher sich vermutlich rund 500m entfernt auf einem Hügel aufhielt. Der Schütze hatte, abgesehen von der Entfernung, noch einen weiteren Vorteil: Er wusste wo wir sind, wir aber nicht wo er war.

Damit man uns nicht quatschen hört‘ dachten wir, dass es wohl das beste sei erstmal in Deckung zu bleiben und uns zu adden, wie wir das zuvor eigentlich schon vor hatten. Als ich sein Steam-Profil aufrief musste ich lachen. Echter Name: „Eric“ – echt jetzt?!

Hallo Eric, hier ist Eric… 

Ich und Eric lagen quasi auf dem Präsentierteller. Es war klar, dass wir nicht ewig in dem Gebäude bleiben konnten, also entschieden wir uns taktisch vorzugehen in der Hoffnung nicht getötet zu werden.

„Okay wir machen das so: Ich renn‘ du gibst mir Deckung, dann rennst du.“

Nicht ich sondern der andere Eric hat den Anfang gemacht. Er rannte vom Gebäude in dem wir uns getroffen hatten zum nächsten kleinen Haus in Richtung des Schützen – keine Schüsse, alles gut gegangen. Nun war ich dran… bam – uff, daneben, Glück gehabt.

Nachdem ich ebenfalls sicher hinter dem nächsten Gebäude angekommen war, versuchten wir uns einen Überblick zu verschaffen. Wir konnten den Schützen immer noch nicht genau ausmachen, mussten uns also weiter vorsichtig nach vorne bewegen.

Diesmal sind wir nicht nacheinander gerannt, sondern gleichzeitig. Eric rannte direkt hinter die Hangas die vor uns lagen, während ich einen kleinen Bogen durch zwei Lücken im Zaun machte. Keine Schüsse – alles Still – weiter. Inzwischen sind wir wieder am Tower angekommen, an dem Marco zuvor gestorben war.

Schüsse – scheiße, rein in das Ding.

Als wir erneut vereinzelnde Schüsse hörten, flüchteten wir in den Tower. Ganz, ganz blöde Idee. Offensichtlich konnte uns der Schütze dort besser sehen als hinter den Gebäuden zuvor. Es schlugen immer wieder Kugeln in die umliegenden Wände ein. Wir wussten nicht was wir tun sollten, trotzdem wurde uns schnell klar, dass es keinen Sinn macht weiter in dem Tower zu lauern da wir nach wie vor nicht wussten wo sich der Mosin-Schütze aufhielt. Doof.

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Es war unserer Meinung nach besser erstmal abzuhauen und uns irgendwo anders neu zu formieren. Leider kam dieser Entschluss zu spät, sodass Eric im Kugelhagel vor der Tür des Towers zu Boden ging.

„Verdammt, ich bin down!“

Ich schlich gen Tür und blickte vorsichtig um die Ecke. Zwei Mann… schwer bewaffnet. Shit.

„Geb auf, du hast keine Chance.“ – Ach ja? Herausforderung angenommen: „Fuck you!“ Ich ging im Erdgeschoss des Towers unter einer Treppe in Stellung, zielte auf die Tür und war bereit Eric zu rächen. Der Puls raste, Schweiß tropfte von der Stirn. „Oh man, ich bin so am Arsch.“

„Selbst wenn ich einen der Beiden ausschalten kann, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit schnell genug nachzuladen und den anderen auch noch zu erwischen? Fünf Prozent, vielleicht Zehn?“

Während ich unter der Treppe lag und mir Gedanken machte was ich tun kann um den Tag zu retten, kletterten die Beiden über eine Leiter an der Hauswand aufs Dach und in den Tower hinein. Erster Schuss – Treffer – Ich blutete. Zweiter Schuss – daneben. Dritter Schuss – Treffer – ich bin bewusstlos. Vierter Schuss – tot.

Zeit zum Respawnen

Ja, dumm gelaufen, Zeit zum Respawnen. Doch wie sagt man so schön? Man trifft sich immer zwei Mal im Leben – so auch in DayZ. Mehr dazu aber im nächsten Beitrag von „Days of DayZ“.


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Über den Autor

Eric

Mitte, Anfang 30 oder sowas, Energyjunkie und leidenschaftlicher Gamer. meska.me ist meine persönliche Blog-Mischmasch-Alles-Seite auf der ich hin und wieder Gedanken und Eindrücke rund um Themen die mich eben derzeit beschäftigen veröffentliche.

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