Kostenloses CDN für jede Website

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WTF ist ein CDN?

Ein Content Delivery Network (CDN), oder auch Content Distribution Network genannt, ist ein Netz lokal verteilter und über das Internet verbundener Server, mit dem Inhalte (insbesondere große Mediendateien) ausgeliefert werden. (Wikipedia.org)

Oder um es mit meinen Worten zu sagen: Ein Netzwerk aus Servern rund um die Welt auf denen die gleichen Daten gespeichert werden, um die Zugriffszeiten zu verringern.

Für was brauch‘ ich ein CDN?

Große Unternehmen machen das schon lange, entweder besitzen sie selbst Server auf der ganzen Welt wo sie ihre Daten speichern oder sie mieten sich welche. Der Sinn dahinter ist die Zugriffszeiten erheblich zu senken ganz egal von wo man auf die Daten zugreift. Jetzt magst du vielleicht denken, dass deine Daten doch schon auf einem Server sind, dieser hat Verbindung zum Internet und man kann von überall darauf zugreifen. Stimmt, allerdings entsteht dadurch auch ein Problem oder zumindest dann, wenn man von etwas weiter weg auf die Dateien zugreifen möchte.

Es lässt sich anhand eines simplen Beispiels ganz einfach erklären:

cdnaufbau

Stell dir vor du drehst deinen Wasserhahn auf, es dauert nicht mal eine Sekunde bis das Wasser in der gewünschten Stärke aus dem Hahn kommt. Schließt du nun aber einen Schlauch an den Wasserhahn an, dauert es je nach Länge des Schlauchs einige Zeit bis das Wasser vorne rauskommt. Genau so verhält es sich mit den Dateien im Internet.

Nehmen wir mal meinen Server, mein Server steht in Düsseldorf, ich wohne in Pforzheim sind rund 360km Entfernung – also eine relativ kurze Stecke für die Dateien. Es dauert beim ersten Besuch etwa drei Sekunden bis die Seite vollständig aufgebaut ist, würde ich jetzt aber von Denver auf meine Website zugreifen wollen (etwa 8000km) würde ich wesentlich länger warten müssen bis die Seite fertig geladen ist und sind wir mal ehrlich niemand wartet gerne bis eine Seite fertig geladen ist.

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Hier kommt ein CDN ins Spiel. Da das CDN aus mehreren Servern auf der ganzen Welt besteht, wird der Besucher automatisch zum am nächsten liegenden Server geleitet und die Dateien von da aus an den Nutzer geschickt. Habe ich also ein CDN und rufe meine Seite aus Denver auf, kann es gut sein, dass das CDN einen Serverstandort in Colorado Springs hat was gerade mal 110km von Denver entfernt ist und somit die Ladezeiten wieder enorm senken würde da die Daten nicht um die ganze Welt reisen müssen.

Wann lohnt sich ein CDN?

Ein Content Delivery Network lohnt sich immer dann, wenn man Besucher aus allen möglichen Ecken der Erde erwartet. Es ist natürlich recht witzlos ein CDN einzurichten, wenn man Betreiber einer Website eines lokalen Geschäfts, einer Bar oder was auch immer ist, weil es relativ unwahrscheinlich ist, dass jemand aus Indien, Asien, Amerika oder Afrika sich für eine kleine Kneipe in Deutschland interessiert und sollte das wirklich der Fall sein ist es auch nicht weiter tragisch wenn derjenige mal eine Minute warten muss.

Ist doch bestimmt teuer?!

Ja und nein. Es kommt immer auf den Umfang der Website an. Große Datenmengen zu speichern ist natürlich immer kostenintensiver als einen kleinen Blog, wie den meinen, auf der ganzen Welt zu verteilen. Hat dann auch noch mit der Besucherzahl und dem dadurch entstehenden Traffic zu tun, usw.

Es gibt einige CDN-Anbieter die auch ein kostenloses Paket bereitstellen. Ich habe mich für Incapsula entschieden, das Unternehmen gibt es zwar noch nicht so lange wie zum Beispiel maxCDN oder CloudFlare, dafür ist es für kleine Websites völlig kostenlos und benötigt keine Kreditkarte, um den Account zu aktivieren. Die Installation dauert keine fünf Minuten, es sind nur minimale Kenntnisse erforderlich und im Großen und Ganzen macht mir der Anbieter einen recht soliden Eindruck.

Was willst du denn mit ’nem CDN – tja ironischerweise kommen die meisten Zugriffe auf meine Website aus den USA, was schlichtweg damit zu tun hat, dass meine ganzen Maps etc. auf diese Website verlinkt sind. Deswegen schreibe ich jetzt auch wieder vermehrt deutsche Beiträge, um die Zugriffe etwas auszugleichen.

Ich kann’s jedem der eine überregionale Website betreibt nur empfehlen.

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Über den Autor

Eric

Mitte, Anfang 30 oder sowas, Energyjunkie und leidenschaftlicher Gamer. meska.me ist meine persönliche Blog-Mischmasch-Alles-Seite auf der ich hin und wieder Gedanken und Eindrücke rund um Themen die mich eben derzeit beschäftigen veröffentliche.

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