To be honest aka Jack’s telling the truth

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Alkohol, oh Alkohol. Menschen reagieren ja bekanntlich verschieden auf Alk, im Allgemeinen jedoch behauptet man, dass Kinder und Betrunkene die Wahrheit sagen und, was noch wichtiger ist, dass sich unter Alkoholeinfluss der wahre Charakter zeigt.

Manche werden aggressiv, andere sentimental und ich gehöre zu denen, die dann grundsätzlich alle lieb haben. Freund, Feind, Mann, Frau… ganz egal. Liebe ist für alle da und wenn ich getrunken habe, habe ich euch alle lieb.

Leider neige ich auch zu Sentimentalität und zu Selbstvorwürfen, es ist jetzt aber nicht so, dass ich ich mich in eine Ecke setzte und anfange mich selbst zu bemitleiden oder zu heulen… nein, anders. Oft sage ich Dinge, die ich mir im nüchternen Zustand nicht eingestehen würde, vor deren Konsequenz ich zu viel Angst habe und sie lieber in mich hineinfresse, statt sie offen auszusprechen.

Kann dann in zweierlei Richtungen führen… positiv oder negativ… so’n Mittelding gibt es da gar nicht. Hmm.

Musikalischer Brake, man muss dazu sagen, dass ich Franzosen nicht leiden kann, aber Feder ist echt klasse thumbs up und so:

Jedenfalls hatte ich heute noch eine halbe Flasche Jack auf dem Tisch stehen, also das Original, nicht irgendwelchen Billigscheiß, denn wenn schon, denn schon. Hab‘ ich von meiner Mutter zu Ostern gekriegt und Bezug nehmend darauf, welche „Erleuchtungen“ mir die Flasche verschafft hat, ist das wohl ein gutes Geschenk gewesen.

Hach, auf was wollte ich eigentlich hinaus? Lieber noch einen Schluck vom Denkstoff nehmen…

… ahja richtig. Das Karlsruhe-Ding steht nach wie vor und steht ganz oben auf der Liste für 2017 und das obwohl ich trotz genialem Vorstellungsgespräch eine Absage gekriegt hab. Aber was genau sagt mir das? Richtig, wer nicht wagt, der nicht gewinnt und selbst wenn’s Rückschläge gibt: Nicht entmutigen lassen!

Alles was mir nicht gut tut muss weg, ich kann mir keinen Bremsen leisten, egal auf welcher Ebene, egal ob emotional oder wie auch immer… Rücksicht? Hm, wer nimmt denn Rücksicht?

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Freunde…? Hm… ich habe einen guten Freund, eigentlich meinen besten Freund oder sagen mir Mal einer der wenigen, bei dem ich dachte er versteht mich auch ohne Worte, der weiß wie weit er gehen kann und vor allem was ich ertragen kann…

… vorhin unterhielt ich mich mit jemand anderen über ihn, hab‘ versucht ihm zu schildern wieso ich so enttäuscht von ihm bin und momentan eigentlich nichts von ihm wissen möchte. Er konnte es verstehen, weil wir uns alle schon eine Weile kennen… mehr oder weniger zumindest… und er weiß auch, dass wir uns alle gerne gegenseitig aufziehen… bis zu einem gewissen Punkt… es gibt nämlich eine Sache, eine einzige Sache bei der ich gar keinen Spaß verstehe, einfach weil sie mich nach wie vor emotional extrem belastet, mich von jedem meiner Höhenflüge wieder extrem auf den Boden donnert… und das sehr schmerzhaft.

Ich mein klar belasten mich die Aussagen die er gemacht hat, aber viel mehr bin ich enttäuscht, weil ich davon ausgegangen bin, dass er es eigentlich besser wissen müsste…

Mein anderer Kollege meinte, dass er bestimmt weiß, was er falsch gemacht hat, wir aber beide Sturköpfe sind und vom jeweils anderen erwarten, dass er angeschissen kommt… wahrscheinlich hat er recht. Aber letztendlich bin ich immer der, der angeschissen kommt… alles klären und wieder gut machen will und das obwohl es manchmal keinen Sinn macht.

Mich hat mal jemand gefragt, nachdem ich eigentlich meinte, dass es sich erledigt hat, wieso ich wieder angeschissen komm. Gute Frage.

Ich habe immer irgendwo die Hoffnung, dass sich alles zum besseren wendet, dass mehr Menschen so denken wie ich… verstehen was in mir vorgeht und wieso… aber ehrlich? Ich glaube da gibt es niemanden. Wieso bin ich denn wie ich bin? Weil ich nie was vergesse… im Gegenteil… ich erinnere mich an jeden scheiß, bin dadurch auch extrem nachtragend… mach ins Geheim Vorwürfe mir und dem oder der anderen gegenüber und kann dann nicht verstehen wieso man mich nicht verstehen kann… dabei ist die Antwort oft ganz einfach.

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Ich werde es mal versuchen mit einem Beispiel zu veranschaulichen:

Person A verhält sich mir gegenüber nicht angemessen (zumindest meiner Meinung nach) oder sagt irgendwas blödes. „Normale“ Menschen vergessen das dann direkt oder ziemlich schnell wieder, wahrscheinlich sogar besagte Person A – ich aber nicht… ich erinnere mich daran… mein ganzes Leben lang.

In meiner Erwartung, dass Person A sich auch ewig daran erinnert, kann ich dann nicht nachvollziehen wieso mich der- oder diejenige nicht verstehen kann oder eben mein Handeln… kurzum erwarte ich von anderen zu viel.

Anderes Beispiel: Oft kommt es vor, dass mich Leute auf Steam anschreiben, hab‘ da um die 100 Freunde und ihren Satz dann nach dem Motto: „Weißt du noch wer ich bin“ beginnen – Ja weiß ich und ja ich weiß auch was das letzte war über das wir geredet haben, woher ich dich kenne und wieso du in meiner Liste bist… wie Alt, woher etc. – andere vergessen so etwas – ich nicht.

Worauf ich hinaus möchte ist, dass ich mich einfach an Kleinigkeiten, Details, Gegebenheiten, was auch immer, erinnere die andere als beiläufig abhaken und wieder vergessen. Es ist jetzt nicht so, dass ich mir den Scheiß irgendwo aufschreibe, damit ich jederzeit wieder darauf zurückgreifen kann… nein, ich weiß es halt einfach.

Und weil es eben für mich ganz normal ist kann ich es nicht verstehen, wenn es bei anderen anders ist… ich weiß es klingt komisch. Hab‘ mich letztens mit meiner Mutter unterhalten bin dann auf irgendwas zu sprechen gekommen und sie hat mich komisch angeschaut, meinte: „Da warst du 3 Jahre alt.“ – ja, eben… (werde übrigens 30 in zwei Wochen) … und das worüber wir gesprochen haben war was ganz banales, nicht mal groß der Rede wert… und jetzt überleg mal?! Wenn ich mir banalen Scheiß 27 Jahre lang merken kann, wie ist es dann mit den wirklich einschneidenden Erlebnissen? Jede Sekunde meines Autounfalls zum Beispiel… oder der Gesichtsausdruck meines damaligen besten Freundes nachdem er gerade meine Ex geknallt hat? Der erste Kuss, der erste Korb… die Worte die mir vor vielen Jahren an den Kopf geworfen wurden, als ich einem Mädel gesagt habe, dass ich mehr als nur Freundschaft für sie empfinde, usw.

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Versteht ihr worauf ich hinaus möchte?

„Ein Therapeut kann dir dabei helfen deine Probleme zu bewältigen.“ – ne, normal ist das so, dass ein Therapeut vergrabene Erinnerungen wieder hervor holt, man damit dann arbeitet und eine, wie soll ich sagen? … eine Art Erleuchtung bekommt so nach dem Motto: „Ach deswegen bin ich wie ich bin…“

Doch ich weiß es auch ohne…

… ich erinnere mich noch genau an das Gefühl, als meine erste Freundin mit mir Schluss gemacht hat, an den Geschmack des ersten Schlucks Bier, den ich je zu mir genommen hab… die erste Zigarette, das erste mal Kiffen… klar erinnere ich mich nicht mehr an die abertausend Zigaretten danach, aber die einschneidenden Erlebnisse bleiben… wie wahrscheinlich bei jedem.

Aber bei mir sind es eben nicht nur die gravierenden Dinge an die ich mich erinnere, sondern eben auch die Kleinigkeiten (wie schon gesagt).

Ich weiß warum ich bin wie ich bin, wieso sich alles so entwickelt hat wie es sich entwickelt hat und ich mache mir Vorwürfe… immer und immer wieder, weil ich es eigentlich hätte besser wissen müssen.

Dumm oder?

„Wir sind die Summe unserer Erfahrungen…“

Pff.

Über den Autor

Eric

Mitte, Anfang 30 oder sowas, Energyjunkie und leidenschaftlicher Gamer. meska.me ist meine persönliche Blog-Mischmasch-Alles-Seite auf der ich hin und wieder Gedanken und Eindrücke rund um Themen die mich eben derzeit beschäftigen veröffentliche.

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