Zielsetzung

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Man lernt ja bekanntlich nie aus und ich bin immer dankbar, wenn mir jemand neue Sichtweisen vermittelt und dabei ein gewisser Aha-Effekt entsteht. Wichtig dabei ist allerdings, dass es nicht als Vorhaltung ausgelegt ist, sondern einfach irgendwie sachlich rüberkommt. Sprich, dass man mir nicht sagt: „Hey was du machst ist scheiße“, denn das weiß ich selbst und dann mach‘ ich dicht, sondern, dass man das einfach irgendwie subtil rüber bringt.

Und ich kenn‘ da tatsächlich eine, sie redet meist nicht so viel, doch wenn sie was sagt hat das Hand und Fuß und ich nehme es auch gerne an. Haja, ehrlich gesagt, habe ich oft den Eindruck, dass sie nicht so viel redet, weil ich einfach immer den übelsten Laberflash kriege sobald wir uns sehen und sie eigentlich gar nicht zu Wort kommt. Naja gut, aber ich weiß, dass sie mich mag und gestern hatte sie auch wieder diesen Blick, so nach dem Motto: „Jetzt weiß ich wieder, wieso ich mich damals in dich verschossen hab'“. Irgendwie süß, aber darum geht es hier jetzt auch gar nicht, sondern viel mehr, um das was sie mir vermittelt hat.

Es ging um Denkweisen und klare Zielsetzung, darum, dass das Hirn ganz gekonnt Wörter wie „nicht, kein, etc.“ einfach ausblendet. Wer beispielsweise sagt: „Ich möchte nicht mehr rauchen.“, wird immer rauchen, weil im Kopf nur: „Ich möchte…“ oder „Ich möchte mehr rauchen.“ ankommt. Das „nicht“ fällt dann einfach weg.

Sie hat dann das für mich absolut beste Beispiel gebracht, was sie hätte bringen können:

Passend zum Thema:  Woche ohne Worte

Schau mal, du sagst nicht, dass du keine Fette willst, sondern du sagst: „Ich möchte eine Schlanke!“ du sagst auch nicht, dass du keine Dumme willst, sondern du sagst: „Ich möchte eine halbwegs Intelligente.“ und es funktioniert – es hat immer funktioniert.

Ich mein sie muss es ja wissen, sie ist eine davon und vor allem hat sie recht. Sie hat es auch weiter damit begründet, dass ich da meine klaren Richtlinien habe, nach dem Motto: „Bis hier und nicht weiter.“, weil ich mir das eben Wert bin.

Hat mir zu denken gegeben, ganz klar, denn es stimmt und es ist alles nur eine Frage der Einstellung. Doch wieso kann ich das auf Weibergeschichten anwenden, aber nicht auf mein restliches Leben? Wieso sage ich: „Ich will keine Zeitarbeit!“ statt „Ich möchte eine Festanstellung!“? – wäre doch so leicht, oder?

Jedenfalls habe ich seit langem Mal wieder gut geschlafen, mag an der Eingebung von gestern liegen und daran, dass wir gefühlte 500km gelaufen sind, aber ja, heute geht’s mir besser.

Und auch, wenn ich heute morgen wieder eine Absage kassiert hab‘, so habe ich mich trotzdem wieder hingesetzt, wieder zwei, drei Bewerbungen geschrieben und nach Stellen geschaut, so wie ich das die letzten Wochen schon die ganze Zeit tu.

Der Unterschied diesmal war jedoch, dass ich nicht aus der Motivation schrieb, dass ich keine Zeitarbeit möchte, sondern mit dem Anliegen, dass ich eine Festanstellung will.

Hm. Fühlt sich deutlich besser an und vor allem konnte ich mir auch Gedanken über meine anderen Ziele machen: Drei Ziele, drei Worte – aber die gehen euch nichts an (vorerst zumindest), trotzdem kann ich mich jetzt direkt vor den Spiegel schauen, mir selbst in die Augen schauen und die drei Sachen aufsagen ohne, dass ich mich dabei wie ein Versager fühle.

Passend zum Thema:  Melancholie

Danke dafür :)


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Über den Autor

Eric

Mitte, Anfang 30 oder sowas, Energyjunkie und leidenschaftlicher Gamer. meska.me ist meine persönliche Blog-Mischmasch-Alles-Seite auf der ich hin und wieder Gedanken und Eindrücke rund um Themen die mich eben derzeit beschäftigen veröffentliche.

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