Space Engineers: Der Minecraft-Killer

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Ich hab‘ keine Ahnung mehr wie ich überhaupt auf das Spiel gekommen bin, aber nach knapp 40 Stunden derzeit muss ich sagen: Goil. Das mal vorneweg.

Ich suche schon seit einiger Zeit nach einer guten Survival-Alternative zu Minecraft, was ich selbst nur noch sporadisch spiele, hab‘ mich 200 Stunden lang durch Rust getrollt, DayZ 20 Stunden lang „angezockt“ und bislang war nichts wirklich überzeugend. Das mag wahrscheinlich daran liegen, dass ich sehr auf die technischen Spielereien aus bin wie beispielsweise Fahrzeuge und Ähnliches. Besonders Spaß hat es mir bei Minecraft immer gemacht lange Gleise von A nach B über C und D zu basteln, wurde dann aber immer wieder recht schnell langweilig, da kaum jemand auffindbar war mit dem man längere Zeit spielen konnte und der in etwa den selben Spielstil wie ich hat.

Und dann kam Space Engineers:

Wie der Name schon sagt, geht es dabei um das Rumbasteln im Weltall, funktioniert im Kreativ-Modus ähnlich wie Minecraft, ist als Survival jedoch komplexer aufgebaut. Zwar platziert man wie gewohnt mit der Maus Blöcke, muss diese dann aber mit Hilfe der zuvor hergestellten Materialien zusammenschweißen. Man könnte also zunächst ein Grundgerüst erstellen und nach und nach seine Station oder sein Raumschiff vervollständigen.

Raumschiff? Ja richtig, DAS ist DER Unterschied. Es gibt keine vorgefertigten Fahrzeuge, man baut sie sich seinen Wünschen entsprechend einfach selbst. Dabei muss man jedoch alle möglichen physikalischen Gesetze berücksichtigen damit das Ding dann auch so fliegt wie man’s gern hätte. Klingt schwerer als es ist. Ein kleines Beispiel: Natürlich könntet ihr ein Raumschiff aus einem Cockpit und einer Antriebsdüse nach vorn bauen, würde sogar fliegen, jedoch nur geradeaus und ohne Bremse, ergo benötigen wir also einen Schub in jede Richtung (oben, unten, vorne, hinten, links, rechts) um das Konstrukt gut bewegen zu können. Wie gesagt anders würde es auch funktionieren, wird dann aber schwer von A nach B zu kommen. Energie braucht man dafür auch wieder usw. Findet ihr schon selbst heraus.

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Wichtig: In den ersten 10 Spielminuten werdet ihr definitiv das Kotzen kriegen, es sei denn ihr wart bereits im Weltall unterwegs, um dort feuchtfröhlich vor euch hinzubauen. Es ist einfach ein krasser Unterschied, wenn man es gewohnt ist sich quasi immer nur auf der „Erde“ zu bewegen und dann plötzlich in endlosen Raum geschossen wird. Dementsprechend komplex ist auch die Steuerung, aber nicht nur um sich frei bewegen zu können, sondern auch um sämtliche Features nutzen zu können, es entfielt sich also ein Blick in die Steuerung vor dem Spielstart oder ein gelegentlicher Druck auf F1.

Des Weiteren entfielt sich das Spiel erst mal im Kreativ-Modus auszuprobieren, bevor ihr euch an den Survival-Modus ranwagt, jedoch möchte ich dazu sagen, dass es im Survival abgesehen vom Kampf um Energie, gegen Meteoritenschauer und Solarstürme noch keine Bedrohung in Form von Monstern u.Ä. gibt, es sei denn ihr spielt online, dann kann es schon mal vorkommen, dass euch andere Mitspieler den Arsch aufreißen und das mühevoll gebaute Raumschiff in 1000 Stücke zerlegen.

Es ist gewöhnungsbedürftig, besonders für Minecraftspieler, ist in etwa so wie der Umstieg von Windows 7 auf 8.1 – man braucht seine Zeit, aber wenn man sich drauf einlässt, merkt man dass es gut ist. Space Engineers ist gut, also so wirklich gut, so richtig, richtig wirklich mega gut – und das behaupte ich von einem Spiel wirklich selten.

Über den Autor

Eric

Mitte, Anfang 30 oder sowas, Energyjunkie und leidenschaftlicher Gamer. meska.me ist meine persönliche Blog-Mischmasch-Alles-Seite auf der ich hin und wieder Gedanken und Eindrücke rund um Themen die mich eben derzeit beschäftigen veröffentliche.

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