Über den Autor des Beitrags:

Irgendwie war ich schon immer ein bisschen anders.

Während andere Mädchen ihre Barbie heiraten ließen und Familie spielten, führt meine Barbie einen eigenen Reiterhof. Später dann, als die meisten in meinem Alter den Schwerpunkt ihrer Freizeitgestaltung auf Partys mit Alkoholräuschen verlagerten, war ich damit beschäftigt, Jugendfreizeiten auszuarbeiten und durchzuführen, um Mädchen zu mehr Selbstbewusstsein zu verhelfen.

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Kontinuierlicher Verbesserungsprozess – kurz KVP – ist seit einigen Jahren groß in Mode in vielen Firmen. Ehrlich gesagt habe ich den Hype, der um diese Neuentdeckung gemacht wird, nie so ganz nachvollziehen können.

Für mich war das Zeit meines aktiven Musikerlebens eigentlich das tägliche Brot. Jeder, der ein Instrument lernt, kennt KVP aus der eigenen Übungserfahrung. Ein Instrument lernt man schrittweise, in dem man jeden Tag übt, sich jeden Tag durch Übungsstücke kämpft und wenn sie dann endlich sitzen fängt der ganze Prozess von vorne an, weil man ein Musikstück von der nächsthöheren Schwierigkeitsstufe bekommt oder selbst auswählt.

Es ist irgendwie schon faszinierend, wie Musiker seit Jahrhunderten intuitiv alles richtig machen im Bezug auf ihre persönliche Verbesserung. Zuerst gilt es, sich ein Ziel zu setzen. Anfangs ist es das große Ziel, das entsprechende Instrument zu lernen. Nachdem das dann halbwegs erreicht ist, kommen immer wieder Ziele wie Wettbewerbe, Vorspiele etc., um die Motivation zum Besser werden zu erhalten.

Wenn das Ziel für mich klar war, dann hatte ich auch die notwendige Motivation, den Weg dorthin zu gehen. Schwierig war es in Zeiten, in denen es außer „Besser werden“ kein konkretes Ziel gab. Da brauchte es entweder die Motivation oder den Zwang von Außen – in jungen Jahren war das die Übungsaufforderung durch meine Eltern – oder eine sehr starke innere Selbstüberwindung, um jeden Tag zu üben.