Meska's Blog

Aus der Dunkelheit ins Licht: Gedankenwandel seit 2013

Den Moment leben

Die Blogbeiträge haben ziemlich nachgelassen im letzten halben Jahr. Das lag aber nicht daran, dass ich keine Zeit gehabt hätte, sondern viel mehr daran, dass mir das Interesse gefehlt hat, etwas zu schreiben.

Es war immer so, dass ich meine Gedanken und Eindrücke hier auf dem Blog veröffentlichte, um sie aus dem Kopf zu kriegen. Das Problem daran war jedoch, dass ich meine Gedanken damit nicht wirklich los geworden bin.

Die Verdrängungstaktik hat mir sehr geholfen, um die letzten 10 Jahre zu überstehen, doch irgendwann kam der Punkt, an dem ich mich weiter mit mir befasst habe.

Eine Freundin meinte, dass ich den Kern meiner Emotionen verstehen muss. Warum bin ich wütend? Wieso bin ich enttäuscht? Warum habe ich so hohe Ansprüche an andere?

Tatsächlich hatte ich Angst davor, Dämonen zu wecken und wieder in Depressionen abzurutschen. Ich fing an zu lesen.

Das Buch “Das Date mit dir selbst” hat den Anfang gemacht und einiges hochgewühlt. Weiter ging es mit “Der tägliche Stoiker”, “Die 7 Wege zur Effektivität” und zu guter Letzt “Jetzt! – Die Kraft der Gegenwart.”

VERGANGENHEIT

Mein Kopf arbeitet ständig. Ich denke über alles nach, einfach nur um zu denken. Ich bin so in meinen Gedanken gefangen gewesen, dass ich den Moment vergessen habe, in dem ich lebe. Ich bohre so lange rum, bis ich irgendwann wieder an einem dunklen Ort angekommen bin. Erinnerungen, die mich runterziehen, durch die es mir schlecht geht und die meine negativen Gedanken anfeuern. Und das ist scheiße.

Gestern ist vorbei, letzte Woche ist rum, das Jahr neigt sich dem Ende und ich kann nichts daran ändern. Wieso verschwende ich dann also meine Zeit damit, mir den Kopf zu zerbrechen?

ZUKUNFT

Mit der Zukunft verhält es sich genauso. “Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?” – Was weiß denn ich? Ich kann morgen vom Bus überfahren werden und dann? Was bringt mir mein 5-Jahres-Plan? Stunde um Stunde, Tage, Wochen, Monate mit Gedanken verschwendet. Zeit, die ich hätte besser nutzen können.

Wie oft habe ich Pläne gemacht und es kam dann doch anders? Die Geschichte mit meinem Auto ist das beste Beispiel im Moment, und klar ärgert es mich, aber ich kann es nicht ändern.

VERSCHWENDETE ZEIT

Ich habe so viel Zeit und Kraft damit verschwendet, Menschen von mir zu überzeugen und ihnen zu erklären, warum ich mich so verhalte – aber das Ding ist… das will keiner hören. Wir wollen alle perfekt sein, und niemand kann mit Kritik umgehen. Niemand möchte hören, dass er nicht perfekt ist. Im Gegenteil, die meisten möchten doch einfach in ihrer Illusion leben.

FÜR MICH

Wie oben schon geschrieben, befasse ich mich mit mir selbst. Wieso bin ich enttäuscht? Wieso bin ich wütend? Es hat nichts mit anderen zu tun, sondern mit mir selbst.

Ich bin wütend auf mich selbst, dass ich mich mit wenig zufriedengegeben habe. Ich bin enttäuscht von mir selbst, dass ich nicht aus mir herausgekommen bin.

Meine Schwester hat mir gesagt: “Ich habe angefangen, mein Inneres nach Außen zu kehren, und seither geht es mir gut…” Und sie hat recht. Meine Exfreundin sagte, dass ich nicht aus mir herauskommen würde, und sie hatte recht.

Der Fehler liegt nicht bei den anderen, denn darauf habe ich keinen Einfluss. Der Fehler liegt bei mir, bei mir allein.

Ich kann doch nicht so blöd und arrogant sein, von anderen etwas zu erwarten und es dann nicht selbst zu tun.

GLÜCKLICH SEIN

Wann war ich in meinem Leben am glücklichsten? Mein erster Gedanke war: “In der Zeit mit Lara”, aber das stimmt nicht. Ich bin jetzt am glücklichsten, weil ich im Moment die beste Version meiner selbst bin. Ich habe aufgehört, Dinge zu tun, nur damit mich Leute mögen, und dann wieder zu erkennen, dass es vergebens war. Ein Teufelskreis. Ich bin dann enttäuscht, weil meine Rechnung nicht aufgegangen ist, und schiebe dabei die anderen vor, dabei bin ich das Problem.

FREUNDE

Meine längsten Freunde sind die, bei denen ich mich noch nie verstellt habe, bei denen ich einfach war, wie ich bin oder wie ich immer sein wollte.

Sicher pisse ich manche damit an, aber das ist okay. Manche akzeptieren es und bleiben, mögen es so, wie ich bin, andere können nicht damit umgehen und hauen wieder ab. Ich habe so viel Zeit damit verschwendet, Leute von meiner Denkweise zu überzeugen, dabei muss ich das gar nicht. Es ist doch scheißegal, was andere über mich denken. Ich bin der, der jeden Tag mit mir aufwacht, sich jeden Tag im Spiegel sieht und mit sich leben muss.

Scheiß auf gestern, scheiß auf morgen - wichtig ist nur hier und jetzt.

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