Melancholie

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Gut geht es mir, wenn es mir schlecht geht oder so ähnlich. Gibt vielerlei Behauptungen was mich angeht, Einschätzungen, wie mich Menschen wahrnehmen. Sarkastisches Arschloch höre ich öfter, arrogant und überheblich… Besserwisser und was weiß ich noch alles. Doch nüchtern betrachtet bin ich das gar nicht, im Gegenteil.

Selbsteinschätzungen liegen mir gar nicht, aber in den letzten Tagen (auch weil bei Bewerbungsgesprächen immer wieder eine Selbsteinschätzung verlangt wird) habe ich oft darüber nachgedacht wer ich bin und was ich mache und normalerweise zieht mich das runter, weil ich denke, dass ich so vieles falsch gemacht habe in meinem Leben.

Inzwischen befinde ich mich jedoch in einer anderen Phase, statt zu sagen: „Okay, meine Schuld.“ sage ich mir „Okay, so ist es eben… weil… aber das hat nichts mit mir zu tun.“. Wahrscheinlich nicht die beste Einstellung, allerdings bin ich ja nach wie vor auf der Suche nach einem Zwischenweg, also dem Weg, wie es mir gut geht, ohne immer wieder in Löcher zu fallen.

Großes Thema ist nach wie vor eine Exfreundin… auch wenn inzwischen mehr als ein Jahr vergangen ist… vielleicht hat es jetzt einfach so lange gedauert bis die Hassphase eingetreten ist, aber ja… eigentlich will ich sie nicht hassen, andererseits…

Zugegeben es belastet mich, es belastet mich aber nicht, dass wir nicht mehr zusammen sind, denn im großen und ganzen war es trotz allem ein gutes Jahr, mir missfallen einfach die Umstände wie es dazu gekommen ist… dass sie wieder – ja es war nicht das erste mal – die Beine für jemand anderen breit gemacht hat, als ich sie am meisten gebraucht hätte. Hab‘ mir oft selbst die Schuld dafür gegeben, bin davon ausgegangen, dass ich alles falsch gemacht habe in dieser und den anderen Beziehungen, dass ich einfach nicht in der Lage bin zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen und aufrecht zu erhalten… dem ist aber nicht so. Ich wurde mal gefragt, ob ich überhaupt wüsste wie ich auf andere Menschen wirke… vor allem auf die, die mich näher kennen. Und zugegeben bis Dato wollte ich nie einen Gedanken daran verschwenden.

Passend zum Thema:  Lösch mich

War heute dann wieder ein wenig unterwegs nachdem ich die letzten Tage überwiegend in der Schule oder daheim verbrachte. Menschen freuen sich, wenn sie mich sehen… sogar Fremde. Zitat von einem: „Hahah, der teilt aus…“ – nein, ich teil nicht aus, ich sag‘ nur wie’s ist, denn das Leben ist viel zu kurz um es mit Floskeln zu verschwenden.

Wenn du was willst von mir… dann sag es doch einfach, rede nicht drumrum und verschwende nicht meine Zeit… hab‘ keine Lust mehr drauf, echt nicht. Klare Ansagen und jeder weiß woran er ist.

Hatte zum Beispiel mal einen Freund, der sich immer nur dann gemeldet hat, wenn er keine Freundin hatte – soweit kein Problem, denn er war ehrlich, hat mir klar gesagt: „Hey pass auf, wenn ich eine Freundin hab, gibt’s für mich wichtigeres…“ mag hart klingen, doch so ist es nun mal, wir sind doch alle Egoisten… irgendwie, auf irgendeine Art.

Hmm. Am Ende sagte sie: „Ich liebe dich, aber ich muss an mich denken und egoistisch sein…“ klar… ist in Ordnung… ich mein sie konnte mir nicht helfen, als ich Hilfe gebraucht hab… und hat mich jedes Mal aufgegeben wenn ich am Tiefpunkt war, statt mich einfach in den Arm zu nehmen und mir Halt zu bieten… was soll’s.

Meine erste Freundin kam nach der Trennung immer mal wieder zu mir, hatten eine Liaison… war okay, hab mir zwar wieder Hoffnungen gemacht, doch tief drin wusste ich, dass wir nicht mehr zueinander finden, denn wenn es einmal nicht geklappt hat, funktionierts auch nicht beim zweiten oder dritten Mal. Eines Tages ist sie dann nach dem Sex in Tränen ausgebrochen, sagte dass wir das nicht mehr machen können… Jahre später als ich wissen wollte wieso es so gekommen ist und ob es wieder was hätte werden können gestand sie, dass sie es wohl nur genossen hat von zwei Männern gleichzeitig begehrt zu werden… auch das hat seine Gründe… Aufmerksamkeitsmangel in der Kindheit oder sonst was. Ist ja auch egal. Sie war ehrlich… immerhin.

Passend zum Thema:  Numb

Nun verbrachte ich das letzte Jahr immer mal wieder damit mir Gedanken zu machen wieso die letzte Trennung geschehen ist… „A Shoulder to cry on, is a Dick to ride on.“ – ich mein wieso sollte ich ihr böse sein? Oder ihm… letztendlich kenn ich die Masche und weiß, dass daraus nie was Aufrichtiges oder Ernstes wird… denn wenn eine Beziehung schon mit Lug und Betrug beginnt… wie soll das dann eine Grundlage, ein Fundament für eine intakte Beziehung bieten. Irgendwann wirds ihr wieder schlecht gehen, sie wird sich wieder nicht zu helfen wissen und Trost bei jemand anderem suchen, denn wie oben schon geschrieben: „Eine Schulter zum Ausheulen, ist ein Schwanz zum Reiten…“. Man könnte also sagen, dass sie sich selbst in Fleisch geschnitten hat und es auch wieder tun wird… irgendwann. „Karma is a Bitch“.

 

Über den Autor

Eric

Mitte, Anfang 30 oder sowas, Energyjunkie und leidenschaftlicher Gamer. meska.me ist meine persönliche Blog-Mischmasch-Alles-Seite auf der ich hin und wieder Gedanken und Eindrücke rund um Themen die mich eben derzeit beschäftigen veröffentliche.

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