Die Hausparty

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Auch wenn ich nach wie vor in Spanien bin, so möchte ich mich zur Abwechseln mal wieder einem anderem Thema widmen. Vor einiger Zeit fing ich mit der Rubrik „Weibergeschichten“ an… Ich mein klar, mein ganzes Leben dreht sich irgendwie um „ficken und gefickt werden“ doch nichts desto trotz waren andere Themen in den letzten Wochen wichtiger und vor allem deutlich präsenter.

Gestern hatte ich so eine Art kleinen „Gedankenanfall“, habe mich ein Stück weit wieder nach einer Partnerin gesehnt, mich dann ins Bett gekuschelt und nachgedacht. Beim Nachdenken ist mir eine Geschichte aus der Vergangenheit in den Kopf geschossen, die mich auch heute noch zum Lachen bringt.

Bin mir nicht sicher, ob ich es schon in einem der anderen Beiträge erwähnt habe, doch es gab eine Zeit in der ich in einer Sportler-WG mit zwei Neuseeländern und einem anderen Deutschen lebte. Die WG hat sich nicht sehr lange gehalten, da unser Vermieter ziemlich schnell die Schauze voll hatte, weil quasi jedes Wochenende die Bullen vor unserer Tür standen. Wie dem auch sein… Den Auftakt zu der mehrwöchigen Feierorgie gab meine Einweihungsparty bei der sich folgendes ereignete:

Einige Zeit bevor ich in die WG gezogen bin war ich schon als Fotograf für KWICK! tätig, lernte dadurch auf meinen Fototouren eine Vielzahl an Leuten kennen und viele Leute mich – es war die Blütezeit meiner Maskenträgerei und nahezu niemand nahm mein wahres ich wahr. Ich hatte immer gute Laune, lachte viel, hatte Spaß… zwar alles in erster Linie nur zum Schein, dennoch hatte ich zum damaligen Zeitpunkt deutlich mehr „Freunde“ als heute.

Unter diesen ganzen… nennen wir sie mal „Bekanntschaften“ gab es auch einige Mädels, doch in dieser Geschichte möchte ich nur auf eine eingehen. Ich würde sie sogar beim Namen nennen, wenn ich könnte… sie ist so ziemlich die einzige an deren Name ich mich nicht erinnern kann. Es gab Zeiten, da hat mich das verrückt gemacht, ich mein ich kann mir jeden Scheiß merken… wieso ist mir ihr Name entfallen?

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Naja gut, inzwischen habe ich es aufgegeben mich krampfhaft an den Namen erinnern zu wollen und zugeben es tut der Erzählung auch keinen ab.

Ich lernte sie in einer der Bars kennen in denen ich regelmäßig fotografieren war… sie ist mir auf Grund ihrer aufgedrehten Art ziemlich schnell aufgefallen, aber vor allem dadurch, dass sie ständig meine Nähe suchte. Guter Körper, schönes Lächeln, tolle Augen… leider viel zu jung. Wenn ich mich recht entsinne war ich damals 22 und sie gerade mal 16. Ich weiß noch, als sie mir gesagt hat wie alt sie ist und ich daraufhin lächeln musste, weil ich sie eher Richtung 19 geschätzt hätte… Es vergingen ein paar Wochen und wir freuten uns jedes Mal, wenn wir uns zufällig in einer der Bars über den Weg gelaufen sind.

Als ich eine Woche vor der oben genannten Einweihungsparty wieder auf Fototour war habe ich sie bewusst gesucht und schließlich auch gefunden. Ich lud sie zur Party ein so nach dem Motto: „Es ist für alles gesorgt, komm einfach vorbei.“

Auch wenn der Titel „Die Hausparty“ trägt, möchte ich an dieser Stelle gar nicht zu detailliert auf die Feier als solches eingehen, allerdings liefere ich euch ein paar Randdaten, damit ihr euch das Geschehen besser vorstellen könnt… an und für sich tut es aber nichts zur Sache:

Rund 60 Leute auf 110m², zwei große Kühlschränke voller Alkohol, Gras, Koks, Pep, gute Musik, super Stimmung. Zugegeben ich hätte nicht gedacht, dass es so eskaliert, nur weil ich einmal ein paar Leute zum Feiern eingeladen hab. Freunde und Bekannte haben noch Wochen später über die Party geredet und das nicht nur, weil die Polizei damit gedroht hat einen „Großeinsatz“ draus zu machen. Jah, die Polizei wurde in den Wochen danach unser bester Freund… wo mir direkt noch eine Aussage von der Einweihungsparty einfällt: „Sind das echte Bullen oder fangen die jetzt an zu strippen?!“ – übrigens: Eine der nachfolgenden Partys wurde sogar vor Beginn polizeilich untersagt, weil mein Mitbewohner dachte er müsse eine Facebook-Veranstaltung daraus machen. Gut so viel zu den „Randinfos“ zurück zu ihr:

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Selbstverständlich kam das namenlose Mädchen auch zur Party… wir rauchten und tranken zusammen, lachten und tanzen und sprangen zusammen in den Pool… ja wir hatten einen verschissenen Pool… und einen riesigen Garten – war ne geile Zeit.

Nachdem wir aus dem Wasser gekommen sind nahm ich sie mit in mein Zimmer, wickelte sie in eines meiner Handtücher ein und warf sie auf meine Matratze. Ich hatte zum Zeitpunkt meines Einzugs noch kein Bett und zugeben mein Zimmer war auch später eher minimalistisch eingerichtet, weil ich sowieso kaum zu Hause war.

Ich kniete mich neben sie auf den Boden, zog meine noch feuchte Badehose aus und sie schaute mich fragend an: „Was soll ich jetzt machen?“ – im ersten Moment dachte ich sie will mich verarschen: „Vielleicht in den Mund nehmen?“, sie erklärte mir, dass sie das vorher noch nie getan hätte, war mir aber sowas von egal.

Letztendlich war es, soweit ich mich entsinnen kann, ganz okay… doch ich steh sowieso nicht so auf Blowjobs, aber es war in der Situation und für den Einstieg passend.

Wenig später rutschte ich hinter sie, fing an sie zu bearbeiten und auf einmal wurde es kurz still: „Scheiße ich betrüge gerade meinen Freund!“ – Tausend Dinge schossen mir durch den Kopf, ich mein wie kann man so blöd sein? Wie kann der Alten WÄHREND ich bis zum Anschlag in ihr drin stecke einfallen, dass sie gerade fremd geht? Und was noch schlimmer ist: Wieso sagt sie das auch noch laut? Es ist und bleibt das absolute Paradebeispiel dafür wie bekloppt manche Weiber doch sind. Ich lach mir heute noch nen Ast, wenn ich daran denke.

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Bevor sich jetzt jemand fragt… natürlich haben wir weitergemacht, war ja quasi eh schon zu spät also wieso nicht das beste draus machen?

Arschig wie ich damals war lud ich sie auch auf die nachfolgenden Partys ein, allerdings lehnte sie dankend mit der Begründung: „Oh, du weißt doch was dann wieder passiert.“ ab.

Als ob das jetzt so ne Art Grundlage dafür gewesen wäre, dass wir jedes Mal vögeln, wenn wir uns sehen. Ich konnte sie davor ja schon gut leiden, aber hey es spricht ja auch irgendwie für mich, oder?

Es ist und bleibt einfach meine lieblings Weibergeschichte, auch wenn sie bei weitem nicht die beste ist.

Weiber.


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Über den Autor

Eric

Mitte, Anfang 30 oder sowas, Energyjunkie und leidenschaftlicher Gamer. meska.me ist meine persönliche Blog-Mischmasch-Alles-Seite auf der ich hin und wieder Gedanken und Eindrücke rund um Themen die mich eben derzeit beschäftigen veröffentliche.

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