Keine Rechtfertigung mehr

Ich mag diese „es ist wieder ein paar Tage her seit dem letzten Beitrag“-Texte nicht. Trotzdem tauchen sie in meinem Blog immer mal wieder auf. Wer mir schon etwas länger folgt, weiß das. Und fast immer laufen sie gleich ab: Ich erkläre, warum ich länger nichts geschrieben habe, rechtfertige mich ein bisschen – und denke mir währenddessen eigentlich schon, dass das Quatsch ist.

Quatsch ist es aus zwei Gründen. Erstens, weil ich mich nicht rechtfertigen muss. Und zweitens, weil es am Ende ohnehin niemanden wirklich interessiert. Ich weiß selbst, warum ich keine Zeit oder keine Lust hatte zu schreiben. Punkt.

Trotzdem passiert es immer wieder. Vielleicht, weil gerade viel parallel läuft. Ich hänge mit der Uganda-Geschichte hinterher, während die nächsten beiden Flüge längst gebucht sind. Gleichzeitig habe ich mit dem Motorradführerschein angefangen – nicht aus Spaß, sondern aus einem ganz pragmatischen Grund: Ich will in Uganda Bodaboda fahren können und mobil sein, ohne ständig auf andere angewiesen zu sein.

Vor allem dann, wenn ich längere Zeit dort unten bin und das nicht zwingend mit Ednas Urlaub zusammenpasst. Unabhängigkeit ist mir wichtig. Sehr sogar.

Vielleicht hängt dieses Rechtfertigungsding genau damit zusammen. Ich habe mal gehört, dass Menschen sich übermäßig erklären, wenn sie als Kinder nicht gehört wurden. Bei mir fühlt es sich etwas anders an. Ich habe oft den Eindruck, dass mich Leute nicht verstehen – und fange dann an, zu viel zu erklären. Zu oft. Zu ausführlich.

Gerade bin ich dabei, mir das abzugewöhnen. Zumindest versuche ich es. Nicht alles braucht eine Einordnung. Nicht jede Pause eine Erklärung.

Also, kurzum: Was gibt es Neues?

Uganda ist alles andere als vergessen. Im Gegenteil. Die Theorie für den Motorradführerschein läuft. Ich gehe morgens vor der Arbeit schwimmen – mindestens 30 Minuten, montags, mittwochs und freitags. Dazu habe ich meine Ernährung komplett umgestellt. Ziel: langfristig unter 100 Kilo kommen. Und „langfristig“ ist dabei das entscheidende Wort. Schnell abnehmen kann ich. Das Zurückkommenlassen habe ich inzwischen oft genug perfektioniert.

Ansonsten geht es mir gut. Einmal die Woche Sauna, dreimal die Woche Schwimmen, sechs Tage die Woche Arbeit – und im Mai wieder Uganda.

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