Far Cry 3 – heiße Luft um nichts

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Trotz extrem guter Wertung von diversen Websites und Magazinen würde ich das Spiel als durchschnittlich bezeichnen. Vom Kauf zum vollem Preis rate ich im Vorfeld schon einmal komplett ab. Sollte es jedoch im Angebot unter 10€ sein kann man gerne zuschlagen.

Wieso komme ich zu diesem Urteil?

Die Story des Einzelspielermodus ist nicht wirklich atemberaubend, sicherlich sind die Charaktere gut und recht unterhaltsam, dennoch wird das Spiel schnell langweilig. Tatsächliche Neuerungen fehlen auch, im Gegenteil es entsteht sogar der Eindruck als hätte es sich UBI sehr leicht gemacht und einfach sämtliche Features von Assassins Creed und Splinter Cell zusammengeklatscht und das ganze mit einer Ego-Perspektive versehen.

Wer die letzten Teile der eben genannten Spiele gespielt hat wird schnell merken woher UBI seine „neuen“ Ideen nimmt.

Ganz klaren Abzug gibt es für den Multiplayer- und Coopteil. Hier hätte ich mir nach dem Releasetrailer deutlich mehr erhofft. Besonders der Coop ist mehr als enttäuschend, kurz gesagt ist es nicht weiter als ein schlechteres L4D2 nur ohne Zombies. Der Schwierigkeitsgrad schwankt dabei so extrem, dass auch hier schnell die Lust vergeht. Dazu kommt, dass jede Mission quasi das Selbe ist – nur anders Verpackt. Der Coop folgt meiner Meinung nach einem einfachen, sich ständig wiederholendem Muster: Töte dies, sammle das, repariere jenes, verteidige das ganze und lauf weiter. Zwischenzeitlich gibt es kleine Wettkämpfe in denen man gegen seine Mitspieler antritt und wobei es beispielsweise darum geht möglichst viele Boote mit einem Raketenwerfer zu zerstören.

Der Coop ist in verschiedene Kapitel eingeteilt und ergeben nach und nach eine komplette „Story“ die sogenannten „tollen Zwischensequenzen“ sind auf gut Deutsch für’n ♥♥♥♥♥. Und da sich alles (wie schon gesagt) ständig wiederholt fehlt die Abwechslung komplett.

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Ich hätte mir persönlich erhofft, dass man für den Coop-Modus (wie im Trailer zu sehen) eine eigene, eigens für den Coop verfügbare Insel hat und diese dann ebenfalls Open-World ist und den gleichen Umfang bietet wie der Einzelspieler-Modus. Alternativ hätte sich ein 2-Spieler-Coop für die Einzelspieler-Story angeboten. Saints Row IV zeigt hierbei deutlich wie das aussehen kann.

Abschließend gibt es zum Multiplayer nur noch eins zu sagen: CoD-Abklatsch.

Sicherlich ist nicht alles schlecht am Spiel, sonst würde ich es gar nicht mehr spielen. Die Grafik ist natürlich, wie für Farcry üblich bombastisch, und der Soundtrack ist auch recht gut (sofern man auf Dubstep steht).

Ansonsten kann ich jedem nur ans Herz legen nicht zu viel zu erwarten und nicht mehr als 7,49€ zu bezahlen, denn dann und nur dann ist es sein Geld wert.

Über den Autor

Eric

Mitte, Anfang 30 oder sowas, Energyjunkie und leidenschaftlicher Gamer. meska.me ist meine persönliche Blog-Mischmasch-Alles-Seite auf der ich hin und wieder Gedanken und Eindrücke rund um Themen die mich eben derzeit beschäftigen veröffentliche.

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