Es ist langsam wieder an der Zeit, neue Menschen kennenzulernen, egal ob Männlein oder Weiblein – Kontakte knüpfen, Lebenserfahrung austauschen, über Gefühle reden, Gedanken verknüpfen.

Gut, dass hin und wieder der erste Eindruck trübt – einer, den ich erst als „Lutscher“ bezeichnet hätte, hat sich im nachfolgenden Gespräch als reif, intelligent und verständnisvoll herausgestellt.

„Übertreib‘ es nicht, mach lieber 3-mal die Woche, je einen Tag Pause, dafür aber kontinuierlich – es ist und wird dann wie Zähne putzen.“.

Erstaunlich, welchen bleibenden Eindruck fremde Menschen mit den richtigen Worten hinterlassen können. „Frauen kommen und gehen, man kann sich das Leben auch schwer machen, alles halb so schlimm.“ – leichter gesagt als getan. Hab‘ versucht mich zu erklären: „Ich bin überwiegend depressiv, weil ich nicht verstehe, wie Leute gefühlt von heute auf morgen eiskalt werden können und nur noch ihre eigenen Interessen vertreten… Egoismus pur.“

Ich lebe in einer Gesellschaft, die mich täglich runterzieht. Desinteresse in allen Richtungen – wo ist die Liebe? Schwierig. Hm. Wieder konnte ich über einiges nachdenken, versuchen zu verstehen, ohne auf eine Lösung zu treffen.

Liebe – ha. Wieso schaffe ich es immer, die Beziehungen anderer zu retten, nehme aber meine eigenen Ratschläge nicht an. Zeige mich von einer Seite, die ich gar nicht darstellen möchte.

„Du bist sexistisch und oberflächlich.“ – ach wirklich? Wie wenig du mich doch kennst.

Und wieso kommt mir jetzt der Gedanke, dass der erste Kuss bereits entscheidet, wer zusammen kommt und wer nicht? Werd’s wohl lieber lassen, bin betrunken, kann nicht mehr. Gute Nacht.