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Mein Blog war schon immer irgendwie Jammern auf höchsten Niveau, mein öffentliches Tagebuch, Krisentherapie… Gesellschaftskritik… keine Ahnung – irgendwie einfach der Versuch die vielen Eindrücke, die ich über mein Leben hinweg erhalten habe zu verarbeiten.

Manchmal mit, meistens jedoch eher ohne Erfolg. Wenn man sich selbst immer nur Fragen stellt, bekommt man immer nur die selben Antworten. Ich habe irgendwie immer versucht alles irgendwie mit mir selbst auszumachen – hatte fortlaufend das Gefühl missverstanden oder nicht wertgeschätzt zu werden.

Irgendwann im vergangenen Jahr habe ich beschlossen, dass 2022 mein Jahr wird – ich wusste noch nicht wie und wo, aber ich war mir sicher, dass alles besser wird. Dass sich endlich alles zum Positiven wendet und der ganze scheiße der vergangenen Jahre zu irgendetwas gut ist.

Ich bin das erste Mal, wirklich aufrichtig, in mich gegangen – habe mir gesagt, dass ich gut bin und mir Ziele gesetzt. Ich wechselte meinen Job, was der erste Schritt in die richtige Richtung war, um endlich zu frieden zu sein.

Ich wurde von Anfang an Wert geschätzt, die Menschen, mit denen ich nun arbeite sind großartig – wirken wahnsinnig beruhigend auf mich, sind freundlich und entgegenkommend und das spiegle ich dadurch auch wieder. Mir geht es gut – wirklich.

Das ist das erste Mal in meinem Leben, wo ich wirklich aus tiefster Überzeugung sagen kann, dass es mir gut geht: Mir geht es gut und ich bin zufrieden. Und ja, ich mein klar ist der Verdienst etwas geringer, aber ich komm irgendwie klar und das Gefühl, dass ich dadurch gewinne – diese Ruhe und Gelassenheit… Zufriedenheit – ist kein Geld der Welt wert.

Auch, wenn ich oft nicht den Eindruck vermittelt habe, aber irgendwie war ich schon immer der Meinung, dass alles immer so kommt wie es kommen soll.

Nach Bayern

Es ist jetzt mehr als 4 Jahre her, als ich mir klar darüber geworden bin, dass mein Leben wie es bis Dato war nicht so weiter gehen kann. Und ja, natürlich, das Leben ist ein Prozess – nichts geschieht von heute auf morgen – manchmal dauert es halt einfach ein wenig, bis man versteht was wichtig ist im Leben und was man gerne hätte.

Ich habe meinen Frust teilweise auf andere abgewälzt und die Schuld in meinem Umfeld gesucht – ich habe mich immer wieder aus der Bahn werfen lassen und bin vom Weg abgekommen, doch das spielt jetzt keine Rollen mehr – im Gegenteil, die ganzen Irrwege, die ich gegangen bin, haben mich zu dem gemacht, der ich bin… und ich bin super.

Ich bin nicht perfekt und nicht unfehlbar, aber ich bin super, ich bin gut und zufrieden und einfach glücklich. Ich kann das erste Mal in meinem Leben meine Zukunft sehen und weiß was ich möchte…

… mir fehlen die Worte, es kann alles so einfach sein…

Die letzte Trennung

Die letzte, wenn man es so nennen möchte, Beziehung hat mich fertig gemacht… wirklich, aber nicht wegen ihr, sondern wegen mir – ich kann ihr nicht mal mehr böse sein, sondern muss mich fast schon bedanken, weil ich durch die letzte Beziehung erst gemerkt habe, wie scheiße und unreif ich war, wie dämlich und… ach… *würg* ich hab den Spiegel vorgehalten bekommen und was ich gesehen habe, hat mir nicht gefallen.

Es war ein Weckruf vom Feinsten… und es musste so sein… Es musste so sein, damit ich kapier, dass es so nicht mehr weiter geht. Stück für Stück konnte ich mich dann endlich von dem ganzen Ballast befreien…

… es ist wuof… so viel was mir klar geworden ist in den letzten Tagen… Wochen… Monaten… und es ist nach wie vor noch etwas schwer in Worte zu fassen, aber ja…

Die MINI-Geschichte zum Beispiel… die Community, die Menschen… die mich einfach mögen und mir ein gutes Gefühl geben, ein ehemaliger Arbeitskollege und guter Freund… es ist wie ein Puzzle was sich langsam zusammensetzt. Jedes Teil für sich genommen, macht manchmal keinen Sinn, doch das Gesamtbild… ist einfach… geil!

Es ist geil, so euphorisch zu sein und sich gut zu fühlen… ich… Keine Ahnung… hab das Gefühl endlich wirklich angekommen zu sein… das jetzt der final Step kommt… das letzte Bisschen, um bis zum Ende meiner Zeit zufrieden zu sein.

Ich könnte die ganze welt umarmen

Corona, Krieg und ja es ist alles irgendwie scheiße, aber dennoch geht es mir super – ich fühl mich wie berauscht, als sei ich auf Droge… und mir fehlen einfach die Worte…

… ich hatte schon einige Beziehungen… und dachte irgendwie immer, die richtige Partnerin könnte mich aus den dunklen Ecken holen und mir den Selbstwert geben, den ich selbst irgendwie nie aufbauen konnte… ergibt das Sinn?

Ich weiß auch nicht… es ist… uff. Es ist eigentlich anmaßend jemandem so eine Bürde aufzuerlegen – ich mein, was habe ich mir gedacht? Ich muss doch mit mir selbst zufrieden sein – mich selbst akzeptieren und lieben wie ich bin…

Diese Grundgefühl kann niemand aus dem nichts herbeizaubern, aber er kann es stärken und bestätigen.

Ich konnte nie mit Komplimenten umgehen, bis mir jemand gesagt hat, dass man Komplimente einfach annehmen kann… ein einfaches Danke und gut. Die Meinung anderer zu akzeptieren und es sich selbst ein- und zuzugestehen das ist wichtig…

Ich bin gut, ich bin zufrieden, ich bin glücklich… – viel ich… ich weiß ;) aber um wen geht des denn hier in dem Blog… um mich…

Wie heroin

Positives zieht Positives an… step by step… wäre ich noch bei meinem alten Arbeitgeber, würde es mir jetzt nicht so gehen… es musste halt einfach so kommen…

In meinem rationalen, logischen Denken, bin ich immer davon ausgegangen, dass Liebe auf den ersten Blick totaler Schwachsinn ist… dass es sowas nicht gibt, und man eine Beziehung, Gefühle, usw. aufbaut – weißt wie ich mein?

Freunde und Bekannte haben mir oft davon berichtet, dass irgendwann dieser eine Mensch in ihr Leben tritt und BAM voll in die Fresse… BAM… und ich konnte mir das nie vorstellen, bis es mir selbst passiert ist.

Scheiße… ich habe mir das immer gewünscht, aber nur, weil man sich etwas wünscht, heißt das noch lange nicht, dass es in Erfüllung geht…

… bis sie mir einfach vorgesetzt wurde. Gott… sie ist einfach unglaublich, ich habe mich noch nie so geborgen und verstanden gefühlt – akzeptiert und geliebt. Ich mag einfach alles an ihr, die Art wie sie geht und steht, sich bewegt und mich anschaut. Ihr Lächeln, dass mein Herz schmelzen lässt. Ich würde am liebsten in sie reinbeißen, so süß ist sie – ich muss mich für nichts rechtfertigen – sie akzeptiert mich einfach genau so wie ich bin – als hätten wir unser ganzes Leben aufeinander gewartet.

Die Zukunft macht mir keine Angst mehr, ich habe ein klares Bild vor Augen und ich fass es selbst noch nicht wirklich. Ich komm mir vor, als sei ich auf Heroin… meine Pupillen sind erweitert, ich strahle aus tiefster Seele, freue mich auf jeden Tag.

Ich bin ruhig, entspannt, gelassen… mich bringt nichts mehr aus der Fassung. Das Tempo wie alles voranschreitet ist unglaublich, aber nicht im Negativen – es fühlt sich einfach gut an, so wie jede Berührung von ihr. Uff.

Ich erkenne mich selbst nicht wieder…

… selbst beim Thema Kinder, dachte ich mir: Okay… OKAY! ICH! Es hat mir keine Angst gemacht… im Gegenteil, irgendwie habe ich mich sogar gefreut und musste an den Traum letztes Jahr denken…

Ow… es wird so gut. Sie ist es… die Eine – ich war mir keiner Sache in meinem Leben je so sicher und was lehrt uns das Autofahren? “Die Reise geht dahin, wohin man seinen Blick richtet…”

Ich freu mich <3