Wie Zähne putzen

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Es ist langsam wieder an der Zeit neue Menschen kennen zulernen, egal ob Männlein oder Weiblein – Kontakte knüpfen, Lebenserfahrung austauschen, über Gefühle reden, Gedanken verknüpfen.

Gut, dass hin und wieder der erste Eindruck trübt – einer, den ich erst als „Lutscher“ bezeichnet hätte, hat sich im nachfolgenden Gespräch als reif, intelligent und verständnisvoll herausgestellt.

„Übertreib‘ es nicht, mach lieber 3 mal die Woche, je einen Tag Pause, dafür aber kontinuierlich – es ist und wird dann wie Zähne putzen.“.

Erstaunlich welchen bleibenden Eindruck fremde Menschen mit den richtigen Worten hinterlassen können. „Frauen kommen und gehen, man kann sich das Leben auch schwer machen, alles halb so schlimm.“ – leichter gesagt als getan. Hab‘ versucht mich zu erklären: „Ich bin überwiegend depressiv, weil ich nicht verstehe wie Leute, gefühlt, von heute auf morgen eiskalt werden können und nur noch ihre eigenen Interessen vertreten… Egoismus pur.“

Ich lebe in einer Gesellschaft die mich täglich runterzieht. Desinteresse in allen Richtungen – wo ist die Liebe? Schwierig. Hm. Wieder konnte ich über einiges nachdenken, versuchen zu verstehen ohne auf eine Lösung zu treffen.

Liebe – ha. Wieso schaffe ich es immer die Beziehungen anderer zu retten, nehme aber meine eigenen Ratschläge nicht an. Zeige mich von einer Seite, die ich gar nicht darstellen möchte.

„Du bist sexistisch und oberflächlich.“ – ach wirklich? Wie wenig du mich doch kennst.

Und wieso kommt mir jetzt der Gedanke, dass der erste Kuss bereits entscheidet wer zusammen kommt und wer nicht? Werd’s wohl lieber lassen, bin betrunken, kann nicht mehr. Gute Nacht.

Passend zum Thema:  Imperia '16

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Über den Autor

Eric

Mitte, Anfang 30 oder sowas, Energyjunkie und leidenschaftlicher Gamer. meska.me ist meine persönliche Blog-Mischmasch-Alles-Seite auf der ich hin und wieder Gedanken und Eindrücke rund um Themen die mich eben derzeit beschäftigen veröffentliche.

Schon 4 Kommentare

  • Diesem ersten Eindruck bin ich auch schon oft anheim gefallen. Eine spätere gute Freundin meinte zu mir mal in den Anfangszügen einer aufkeimenden Freundschaft: „Weißt du…eigentlich wollte ich mit dir nichts zu tun haben. Ich hab dich nur immer in deinen schwarzen Klamotten und allem gesehen und mir gedacht: Was ist denn das für eine Bekloppte?“

    Ich persönlich habe es immer etwas schwer neue Menschen kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen im wirklichen Leben. Im Internet geht es dafür umso schneller und besser, weil da dieser erste äußere Eindruck erstmal fehlt.

    • Ja sicher online ist es halt auch immer ein Stück leichter, weil wie du schon sagtest zum einen der äußere Eindruck fehlt und zum anderen auch eine gewisse Distanz gewahrt werden kann, man sich aber auf der anderen Seite auch wieder unheimlich nah kommen kann. Grundsätzlich halten mich die meisten im RL für ein oberflächliches Arschloch – einfach weil ich mir so ne Mauer aufgebaut habe :) Wer mich dann schon länger kennt kriegt vllt auch mal nen Link zum ein oder anderen Beitrag – am besten ist es immer die Reaktionen auf das Gelesene live mitzuerleben. Bestes Beispiel war eine junge Dame (hat Borderline) die Stress mit ihrem Freund hatte… hab ihr darauf hin mein Handy mit dem Text: http://www.meskasblog.de/2014/09/07/schreiben-hilft/ in die Hand gedrückt. Konnte sehen wie sich die Mundwinkel verzogen, langsam die ein oder andere Träne kullerte, sie mir dann um den Hals gesprungen ist und sich bei mir bedankt hat, dass sie daran teilhaben durfte… wusste selbst dann nicht wie ich damit umgehen sollte und hab mich hinter einem „Ach kann doch jeder lesen…“ versteckt. Scheinbar ist ihr dann selbst ein Licht aufgegangen. Will sagen grad im Umgang mit neuen Menschen im RL bin ich echt… ja schwierig… aber wirst es wohl selbst kennen so wie mans rausliest.

      • Genau, Nähe und Distanz in einem ist das Internet. Anonymität und doch kennt man sich eigentlich recht gut.

        Im RL gibt es eigentlich zwei Seiten an mir. Bei Fremden bin ich recht ruhig, zurückhaltend und mag nicht wirklich was sagen. Bei Freunden dreh ich dann richtig auf. Ich hab aber nur wenige Freunde, weil ich der Überzeugung bin dass man einer breiten Masse nicht wirklich gerecht werden kann in allem.

        Den Link zu meinem Blog haben logischerweise die Leute meiner Facebook/Twitterseite und die, mit denen ich eigentlich immer Kontakt habe. Bei Leuten, die ich weniger kenne, warte ich erstmal ab, horche nach was sie davon halten und gebe dann den Link raus oder nicht. Manche erkennen dann erst, was gedanklich, hobbymäßig, vorliebenmäßig in mir steckt (vor allem gedanklich). Bin da auch recht schwierig, weil ich nach außen recht wenig verlauten lasse von dem, was ich denke. Dementsprechend ist mein Blog auch irgendwo eine Art „Denkarium“ (wenn dir das was sagt aus den Harry Potter Büchern). Eine Möglichkeit Gedanken abzulegen und immer wieder drauf zurück zu greifen.

        • 95% Übereinstimmung :) – und ney Harry Potter hab ich die ersten 3 Bände geschenkt gekriegt vor Jahren, sind direkt in den Müll geflogen :P

Von Eric

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